Ein anstrengendes Jahr und neue Herausforderungen

Dass der Türmchen-Freundeskreis die vielen ehrenamtlich aktiven Helfer am Jahresbeginn zum Dankeschön-Frühstück ins „Café Leuchtturm“ (Dreifaltigkeitskirche) einlädt, hat Tradition. Diesmal ging der Dank aber ausdrücklich auch an die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen der Familienbibliothek. Denn sie haben ein „extrem anstrengendes und forderndes Jahr“ hinter sich, wie Türmchen-Urgestein Norbert Feyerabend, kürzlich als Kassierer ausgeschieden, betonte.

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„Die hauptamtlichen Kräfte haben eine ganze Menge geleistet, und das ohne Schließungszeiten“, betonte Feyerabend. Allein die 120 Klassenführungen waren eine Herausforderung. Als Dankeschön schenkte der Freundeskreis ihnen einen gemeinsamen Nachmittag im Zirkus Roncalli. Doch ohne die ehrenamtlichen Helfer des Freundeskreises wären Einschnitte im Türmchen nicht zu verhindern gewesen. Wie die zweite Vorsitzende, Gabriela Lutz, berichtete, wurden von den 250 Veranstaltungen im Jahresverlauf 160 komplett oder maßgeblich von den Ehrenamtlichen organisiert und durchgeführt. Dazu zählen insbesondere das Lesepaten-Projekt sowie die Sprachkurse für Flüchtlingsfrauen mit zeitgleicher Kinderbetreuung. Ein Höhepunkt waren des Weiteren die 20 Autorenlesungen, die der Freundeskreis anlässlich des 50. Türmchen-Geburtstages allen dritten Schulklassen in Marl geschenkt hatte, um den Kindern Spaß am Lesen zu vermitteln.

So wie der Freundeskreis seine Mitglieder einlädt, so hat es auch Tradition, dass Bürgermeister Werner Arndt ihr Engagement mit Worten und Präsenten würdigt. „Das reibungslose Ineinandergreifen von Haupt- und Ehrenamt im Türmchen ist in Marl einzigartig“, betonte Arndt, der gemeinsam mit Kultur-Dezernentin Claudia Schwidrik-Grebe und Bernd Stankowiak, Leiter des Amtes für Schule und Sport, gekommen war.

Türmchen-Leiterin Maria Poll kündigte vor den gut 40 Anwesenden an, dass die Familienbibliothek – inzwischen personell verstärkt – vor neuen Herausforderungen stehe. Die veränderte konzeptionelle Ausrichtung bewirke, dass es keine Abendveranstaltungen mehr für Jugendliche geben werde, dafür mehr Angebote für die Jüngsten ab einem Jahr. Dem stark veränderten Freizeitverhalten der Kinder, von denen viele bis 16 Uhr in der Ganztagsbetreuung der Schulen gebunden sind, wolle man durch mehr Veranstaltungen am Wochenende und in den Ferien Rechnung tragen – was auch Auswirkungen auf den Einsatz der Ehrenamtlichen haben werde.

Werner Eisbrecher liest während des Dankeschön-Frühstücks heitere Texte vor.

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Die stellvertretende Freundeskreis-Vorsitzende Gabriela Lutz blickt auf das Jahr 2019 zurück.

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Bürgermeister Werner Arndt bedankt sich bei den ehrenamtlichen Helfern für ihr Engagement.

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Türmchen-Leiterin Maria Poll stellt konzeptionelle Veränderungen in der Familienbibliothek vor.

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Monika Schneider liest einen Text von Herbert Grönemeyer über Freundschaft.

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